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Wirtschaft | Mo, 30.09.2013 08:54

Verbraucherpreise steigen im Südwesten um 1,2 Prozent

Der Verbraucherpreisindex erhöhte sich im September in Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,2 Prozent. Damit hat das Tempo des Preisanstiegs weiter nachgelassen. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Statistischen Landesamtes

Der Preisauftrieb hat in Baden-Württemberg wieder merklich nachgelassen. (Grafik: Stat. Landesamt)

Der Preisauftrieb hat in Baden-Württemberg wieder merklich nachgelassen. (Grafik: Stat. Landesamt)


Noch im Juli lag der Anstieg binnen Jahresfrist bei 1,7 Prozent. Weiterhin liegt die Teuerungsrate deutlich unter der Schwelle von zwei Prozent, bis zu der nach gängiger Auffassung Preisstabilität herrscht. Zuletzt wurde diese Marke im September 2012 erreicht. Gegenüber dem Vormonat August stiegen die Preise im September 2013 um 0,1 Prozent an.

Gedämpft wurde der allgemeine Preisanstieg gegenüber September 2012 durch die Preisrückgänge bei Kraftstoffe mit minus 6,7 Prozent und Heizöl mit minus 5,7 Prozent. Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölprodukte läge der Anstieg bei den Verbraucherpreisen mit 1,7 Prozent merklich höher. Bei den Kraftstoffen ging der Preis für Superbenzin (minus 7,2 Prozent) stärker zurück als bei Diesel (minus 5,9 Prozent).

Bei anderen Energiearten zogen dagegen die Preise deutlich an. So lag der Anstieg des Strompreises binnen Jahresfrist bei 10,1 Prozent, Fernwärme wurde um 4,0 Prozent teurer. Weniger ausgeprägt war der Anstieg bei Gas (1,9 Prozent) und Brennholz bzw. Holzpellets (1,7 Prozent).

Markant bleibt der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln (4,6 Prozent gegenüber September 2012). Allerdings ging hier der Preisdruck etwas zurück, erstmals seit April 2013 lag hier der Anstieg bei unter fünf Prozent. Angezogen haben die Preise für Speisefette und –öle (13,6 Prozent). Bei Gemüse (8,3 Prozent) verteuerten sich einige Gemüsesorten wie Zwiebeln (46,1 Prozent), Kartoffeln (41,3 Prozent) und Blumenkohl (36,9 Prozent) massiv. Auch Obst (6,3 Prozent) und Molkereiprodukte einschließlich Eier (5,4 Prozent) verteuerten sich spürbar.

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Nettokaltmiete und Wohnungsnebenkosten) stiegen die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,2 Prozent. Bei Bekleidung lag der Anstieg bei 0,9 Prozent. Schuhe wurden um 0,3 Prozent teurer. Gegenläufige Entwicklungen gab es bei ausgewählten Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen: Während aufgrund des Wegfalls der Praxisgebühr ambulante Gesundheitsdienstleistungen um 12,3 Prozent verbilligten, verteuerten sich Dienstleistungen der Pflege um 6,0 Prozent.

Freizeit und Kulturdienstleistungen wurden um 7,3 Prozent teurer, Zeitungen und Zeitschriften um 4,9 Prozent. In der Gastronomie legten die Preise um 2,4 Prozent zu und auch Übernachtungen in Baden-Württemberg wurden teurer (2,0 Prozent). Stark verbilligt haben sich PC-Ausrüstungen (minus 11,4 Prozent) und Telefongeräte (minus 8,5 Prozent).

Gegenüber dem Vormonat August 2013 stiegen nach vorläufigen Ergebnissen die Preise für Heizöl um 2,5 Prozent an. Kraftstoffe verbilligten sich um 0,5 Prozent. Auch Nahrungsmittel wurden billiger (minus 0,5 Prozent). Der Preis für Bohnenkaffee sank um 2,5 Prozent. Mit Umstieg auf die Winterware wurde Bekleidung binnen Monatsfrist um 6,2 Prozent teurer, Schuhe um 2,3 Prozent.

Nach Ende der Reisesaison verbilligten sich Pauschalreisen um 11,4 Prozent, Flugtickets wurden um 2,2 Prozent günstiger. Preisanstiege verzeichneten medizinische Erzeugnisse, Geräte und Ausrüstungen (1,3 Prozent) und elektrische Geräte für die Körperpflege (3,4 Prozent). Auch PC-Ausrüstungen (2,8 Prozent) und Bücher (2,0 Prozent) wurden teurer.

(Redaktion)