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Wirtschaft | Mo, 01.07.2013 08:55

Verbraucherpreise steigen in Baden-Württemberg um 1,7 Prozent

Im Juni erhöhte sich der Verbraucherpreisindex in Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozent. Dies ist der höchste Anstieg binnen Jahresfrist seit Dezember 2012. Zugleich hat sich damit die dynamische Entwicklung vom Vormonat weiter fortgesetzt. Im Vergleich zum Mai 2013 stiegen die Verbraucherpreise im Juni dagegen geringfügig um 0,1 Prozent. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Statistischen Landesamtes.

Die Verbraucherpreise in Baden-Württemberg steigen wieder merklich an. (Grafik: Stat. Landesamt)

Die Verbraucherpreise in Baden-Württemberg steigen wieder merklich an. (Grafik: Stat. Landesamt)


Weiter rückläufig im Vergleich zum Vorjahresmonat waren die Preise für Heizöl (minus 2,0 Prozent) und Kraftstoffe (minus 1,1 Prozent). Bei den Kraftstoffen verbilligte sich der Preis für Diesel (minus 1,9 Prozent) deutlich stärker als der Preis für Superbenzin (0,9 Prozent). Binnen Jahresfrist erheblich angezogen hat aufgrund der Tariferhöhungen zu Beginn des Jahres der Strompreis (10,2 Prozent). Zugelegt hat auch der Preis für Fernwärme (4,6 Prozent) und für Gas (2,4 Prozent). Der Preis für Brennholz bzw. Holzpellets erhöhten sich moderat um 0,7 Prozent.

Nach wie vor wird die Preisentwicklung stark durch die steigenden Nahrungsmittelpreise bestimmt (5,1 Prozent). Insbesondere für Gemüse (10,9 Prozent) musste mehr bezahlt werden als im Juni des Vorjahres, unter anderem legten die Preise bei Blattsalaten (44,9 Prozent) und Kartoffeln (41,6 Prozent) massiv zu. Bei Speisefette und –öle verteuerte sich Butter um 21,9 Prozent, Olivenöl wurde um 18,7 Prozent teurer. Auch bei Obst (7,6 Prozent) und Fleischwaren (5,3 Prozent) zogen die Preise deutlich an.

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Miete und Wohnungsnebenkosten) stiegen die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,1 Prozent. Merklich teurer wurden Schuhe (2,5 Prozent), während bei Bekleidung der Anstieg mit 0,9 Prozent unter der Gesamtentwicklung lag.

Bei den Ausgaben rund um das Reisen stiegen die Preise für Übernachtungen in Baden-Württemberg mit 3,5 Prozent merklich an. Bei Pauschalreisen lag der Anstieg mit 3,3 Prozent auf ähnlich hohem Niveau. Gestiegen sind auch die Preise in der Gastronomie (2,4 Prozent). Bei Produkten und Dienstleistungen für Freizeit, Unterhaltung und Kultur stiegen die Preise um 3,3 Prozent. Insbesondere Gebühren für Glücksspiel verteuerten sich aufgrund geänderter Lotterietarife (21,1 Prozent). Bei Bild und Tonträger (einschließlich Musikdownloads) legten die Preise um 5,3 Prozent zu.

Billiger wurden dagegen PC-Ausrüstungen (minus 11,8 Prozent) Fotoausrüstungen (minus 7,4 Prozent) und Unterhaltungselektronik (minus 2,3 Prozent). Auch bei Haushaltsgeräten (minus 1,4 Prozent) gaben die Preise nach.

Gegenüber dem Vormonat Mai 2013 verteuerte sich nach vorläufigem Stand Heizöl um 0,7 Prozent. Dagegen verbilligten sich Kraftstoffe um 0,8 Prozent. Auch bei Brennholz bzw. Holzpellets gaben die Preise nach (minus 1,0 Prozent). Nahrungsmittel verteuerten sich binnen Monatsfrist um 0,3 Prozent. Insbesondere Molkereiprodukte (einschließlich Eier) sowie Speisefette und –öle wurden um jeweils 1,0 Prozent teurer.

Dagegen verbilligte sich Bekleidung um 1,6 Prozent. Bei den Ausgaben rund um das Reisen verteuerten sich saisonbedingt Pauschalreisen um 5,0 Prozent, Übernachtungen in Baden-Württemberg um 2,4 Prozent und Flugtickets um 1,7 Prozent. Teurer wurden auch Unterhaltungselektronik (2,7 Prozent) und Fotoausrüstungen (1,7 Prozent).

(Redaktion)