Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Mo, 30.06.2014 11:13

Verbraucherpreise steigen moderat an

Im Juni erhöhte sich der Verbraucherpreisindex in Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,9 Prozent. Damit ist die Teuerung im Südwesten nur noch moderat angestiegen. Bereits im Vormonat Mai lag der Anstieg der Verbraucherpreise mit 0,8 Prozent ähnlich hoch. Das ergeben vorläufige Berechnungen des Statistischen Landesamtes.


Somit liegt der Preisanstieg derzeit deutlich unter der Schwelle von zwei Prozent, bis zu der nach gängiger Interpretation Preisstabilität herrscht. Zuletzt wurde die Marke von zwei Prozent im September 2012 erreicht. Gegenüber dem Vormonat Mai stiegen die Preise um 0,3 Prozent an.

Dämpfend für die Gesamtentwicklung wirkten sich die rückläufigen Preise bei Heizöl (minus 1,6 Prozent gegenüber Juni 2013) und Kraftstoffen (minus 0,4 Prozent) aus. Allerdings sind die Rückgänge nun deutlich niedriger als noch zu Jahresbeginn. Bei den Kraftstoffen gab im Juni lediglich der Dieselpreis nach (minus 1,0 Prozent), während der Preis für Superbenzin unverändert blieb. Zugelegt haben die Preise bei anderen Energiearten: Während sich Strom (2,5 Prozent) und Fernwärme (2,1 Prozent) merklich verteuerten, lag der Gaspreis mit 0,3 Prozent nur leicht im Plus. Dagegen kräftig nachgegeben haben die Preise für Brennholz bzw. Holzpellets (minus 10,5 Prozent).

Bei den Nahrungsmitteln gingen die Preise um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Zuletzt sind im Juni 2010 die Preise für Nahrungsmittel zurückgegangen. Hauptsächlich ist die Entwicklung auf die Preisrückgänge von Gemüse (minus 9,6 Prozent) und Obst (minus 6,1 Prozent) zurückzuführen. Unter anderem wurden Blattsalate (minus 31,8 Prozent) und Kartoffeln (minus 27,8 Prozent) erheblich billiger. Mit 7,2 Prozent deutlich teurer wurden dagegen Molkereiprodukte (einschließlich Eier). Alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 0,4 Prozent, während für alkoholische Getränke 1,5 Prozent mehr verlangt wurde.

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Nettokaltmieten und Mietnebenkosten) stiegen die Preise binnen Jahresfrist um 1,7 Prozent. Bekleidung wurde um 1,3 Prozent billiger und auch bei Schuhen gaben die Preise nach (minus 0,8 Prozent). Bei den Ausgaben rund um das Reisen verteuerten sich Pauschalreisen um 2,6 Prozent. Übernachtungen in Baden-Württemberg wurden um 0,3 Prozent teurer. Bei Zeitungen, Büchern und Schreibwaren zogen die Preise um 3,3 Prozent an. Bei Telefongeräten (minus 11,6 Prozent) und Unterhaltungselektronik (minus 9,1 Prozent) hielt dagegen der Preisverfall an. Bei Bild- und Tonträgern (einschließlich Musikdownloads) gingen die Preise mit 1,7 Prozent ebenfalls zurück.

Gegenüber dem Vormonat Mai 2014 stieg der Heizölpreis um 1,0 Prozent. Der Kraftstoffpreis legte um 1,4 Prozent zu. Der gestiegene Kraftstoffpreis könnte dabei auch auf die Lage der Pfingstferien im Juni zurückgeführt werden. Nachgegeben hat demgegenüber der Gaspreis (minus 0,6 Prozent). Bei den Nahrungsmitteln gingen die preise um 0,2 Prozent zurück. Insbesondere für Obst musste weniger bezahlt werden (minus 2,2 Prozent). Pünktlich zur Fußballweltmeisterschaft wurde auch das Bier billiger (minus 1,2 Prozent). Bei den Ausgaben rund um das Reisen haben sich dagegen die Preise deutlich erhöht: Pauschalreisen wurden um 11,7 Prozent teurer und für Flugtickets musste 2,4 Prozent mehr bezahlt werden. Auch Übernachtungen in Baden-Württemberg verteuerten sich (0,6 Prozent). Bei Bekleidung (minus 2,5 Prozent) und Schuhen (minus 2,3 Prozent) profitierten die Verbraucher bereits von ersten saisonalen Abverkäufen.

(Redaktion)