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Wirtschaft | Mi, 30.12.2009 09:27

Verbraucherpreisindex im Südwesten zieht zum Jahresende wieder an

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes erhöhte sich im Dezember 2009 der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,7 Prozent auf einen Indexstand von 107,9. Damit endete zum Jahresabschluss die Niedrigphase bei den Verbraucherpreisen. Bezogen auf den Vormonat November legten die Preise ebenfalls um 0,7 Prozent zu.

Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg: Veränderung gegenüber dem Vorjahremonat in Prozent (© Stat. Landesamt BW)

Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg: Veränderung gegenüber dem Vorjahremonat in Prozent (© Stat. Landesamt BW)


Stark zugelegt hat im Dezember 2009 die Preisentwicklung für bestimmte Mineralölerzeugnisse. So legte gegenüber dem Vorjahresmonat der Preis für Kraftstoffe um 13,3 Prozent zu, der Preis für Heizöl um 4,4 Prozent. Ein Anstieg ergab sich auch beim Strompreis mit 4,3 Prozent. Massiv verbilligt hat sich dagegen der Gaspreis mit minus 20,0 Prozent. Auch Fernwärme wurde binnen Jahresfrist günstiger (minus 8,0 Prozent). Merklich zurückgegangen sind im Dezember auch die Preise für Nahrungsmittel (minus 3,3 Prozent). Insbesondere Gemüse (minus 18,3 Prozent), Obst (minus 4,2 Prozent) und Molkereiprodukte (einschließlich Eier) mit minus 3,3 Prozent verbilligten sich spürbar. Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Nettokaltmiete und Wohnnebenkosten) legten die Preise um 0,9 Prozent zu.

Für den weihnachtlichen Gabentisch waren Artikel aus der Unterhaltungselektronik (minus 4,3 Prozent) und für PC-Ausstattung (minus 2,5 Prozent) besonders günstig zu haben. Stark zugelegt hat hier jedoch der Preis für PC-Anwendersoftware (61,4 Prozent). Günstiger waren auch Spiel- und Hobbywaren (minus 0,3 Prozent). Teurer waren dagegen elektrische Kleingeräte für den Haushalt (8,6 Prozent), Uhren und Schmuck (4,7 Prozent) sowie Bekleidung (0,6 Prozent).

Für das Gesamtjahr 2009 lag der Anstieg des Verbraucherpreisindex in Baden-Württemberg im Durchschnitt bei 0,4 Prozent. Dies war der niedrigste Anstieg seit 1987. Prägend für den Jahresverlauf war dabei eine Niedrigphase zwischen Mai und November 2009. In den Monaten Juli (minus 0,6 Prozent) und September (minus 0,3 Prozent) war die Teuerungsrate sogar rückläufig. Hauptgrund für diese Entwicklung war der vergleichsweise hohe Preisanstieg des Vorjahres 2008 (plus 2,7 Prozent), der sich aufgrund der statistischen Basiseffekte dämpfend auf die Preisentwicklung in 2009 ausgewirkt hat. Insbesondere die im Jahresdurchschnitt 2009 rückläufigen Preise für Heizöl (minus 30,4 Prozent) und Kraftstoffe (minus 11,3 Prozent) haben die Gesamtentwicklung des Verbraucherpreisindex dadurch maßgeblich beeinflusst.

(Stat. Landesamt)