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Unternehmensnachrichten | Di, 26.06.2012 08:35

Viele Interessierte beim Tag der Artenvielfalt in Trochtelfingen

Am vergangenen Sonntag gab es Spannendes im Alb-Gold Kräutergarten in Trochtelfingen zu entdecken. Der Nudelhersteller von der Schwäbischen Alb gestaltete am Tag der Artenvielfalt gemeinsam mit zahlreichen Naturschutzverbänden ein facettenreiches Mitmachangebot für die ganze Familie.

Nicht nur für Kinder gab es beim Tag der Artenvielfalt Neues zu entdecken. (Foto: Alb-Gold)

Nicht nur für Kinder gab es beim Tag der Artenvielfalt Neues zu entdecken. (Foto: Alb-Gold)


Schon vor dem eigentlichen Start der Veranstaltung herrschte am E-Bike Truck großes Interesse. Schauen, Fragen, Testen war die Devise und auch die angebotenen geführten E-Bike Touren  für Naturentdecker wurden hervorragend angenommen. „Das Thema trifft den Puls der Zeit, und innerhalb der Veranstaltung wollen wir auch auf die vielfältigen Mobilitätsmöglichkeiten hinweisen“, so Matthias Klumpp der Organisator bei Alb-Gold. Für das Thema Biodiversität engagiert sich das Unternehmen schon seit Jahren und nicht nur in dem mehr als zwei Hektar großen Kräutergarten wird Artenvielfalt auch gelebt. Aktuell wird ein Biodiversitäts-Check durchgeführt, der alle Unternehmensbereiche durchleuchtet, erklärt er weiter.

Was zappelt denn da, war die Frage des kleinen Julian beim Blick durch das Mikroskop. Der kleine Wasserfloh begeisterte den 6-jährigen Jungen sofort mit seinen hektischen Bewegungen und Drehungen. „Kleines ganz groß“ lautete das Motto – und so wurde nicht nur ein Wassertropfen aus dem Feuchtbiotop des Kräutergartens untersucht, sondern auch Pflanzenblätter, Salzkristalle, Pantoffeltierchen und sogar Nudeln. Die kleinen Forscher hatten großen Spaß daran, einen detaillierten Blick auf die kleinen Dinge in der Natur zu werfen.

Auch die Führungen der Gärtnerinnen des Kräutergartens waren begehrt. Welche Wildkräuter wachsen auf der Alb und wofür sind diese zu gebrauchen? Alte Hausmittel wurden genauso weitergegeben wie Möglichkeiten zur Teezubereitung mit den Kräuterpflanzen.

Dass Kräuter auch bei den Bienen beliebt sind, zeigt Imker Jürgen Veser aus Burladingen. Er hat nicht nur eigene Bienenkästen im Kräutergarten stehen, sondern betreibt dort auch eine transparenten Schaukasten. Hier kann man den fleißigen Bienen bei der Arbeit gefahrlos zuschauen. Für die Bestäubung ebenfalls extrem wichtig sind die so genannten Wildbienen. Auch in diesem Jahr war die Nisthilfe für die empfindlichen Hautflügler ein besonderer Anziehungspunkt für die Besucher. Gemeinsam mit dem Wildbienenspezialisten Paul Westrich wurde eine Informationstafel gestaltet und am Bienenhaus angebracht. Er zeigte den Gästen wie jeder Einzelne mit einfachen Mitteln helfen kann, damit diese für die Pflanzenbestäubung und hohe Ernteerträge wichtigen Insekten bestehen und sich weiter ausbreiten können. Und wer Lust hatte konnte sich vor Ort ein kleines Wildbienenhaus selbst basteln und gleich mit nach Hause nehmen.

Basteln – oder besser gesagt Origami – war auch am Alb-Gold Infostand angesagt. Papier-Schmetterlinge in allen Farben wurden von Klein und Groß mit Begeisterung gefaltet. Die meisten Gäste nahmen ihren Schmetterling  nicht mit nach Hause. Denn für jeden einzelnen Falter spendet der Nudelhersteller einen Euro an das Projekt Schmetterlingsland Baden-Württemberg des BUND. Am Tag der Artenvielfalt flatterten bereits rund 200 bunte Papierfalter los. Der endgültige Stand, wie viele Schmetterlinge gefaltet wurden, soll Ende Juli bekannt gegeben werden. Denn bis dahin kann im Kräutergartenmarkt weitergebastelt werden. Zum Sommermarkt im Kundenzentrum wird dort dann eine Schmetterlingsausstellung eröffnet.

Beim Schülerwettbewerb gewann in diesem Jahr die Seyboldschule aus Metzingen eine Einladung für einen Kochkurs mit der ganzen Klasse nach Trochtelfingen. Die Schülerinnen und Schüler waren dazu aufgefordert ein "Stück Natur" vor der eigenen Haustür möglichst genau zu untersuchen und die Ergebnisse anschließend zu dokumentieren. Die Montagsforschergruppe der Förderschule von Christine Friedl schickte eine prall gefüllt „Metzökotasche“. Sie hatten am kleinen Stettert See vor den Toren der „Outletcity“ Blumen, Gräser, Blätter, Amphibien, Käfer und Weichteile entdeckt und diese gezeichnet, fotografiert oder auch getrocknet und aufgeklebt.

Es wurde aber noch einiges mehr geboten: Eine Entdecker-Rallye mit Geocaching, Information am Biosphärenmobil, Schmetterlingsführungen, Libellen beobachten oder einfach Lukas den Schwarzwald-Ziegenbock von Georg Grüninger am Bart kraulen. Und über seinen Besuch freute sich Christel Ehlers im Kräutergarten besonders – erklärt die Gärtnerin mit einem Augenzwinkern. Schließlich frisst Lukas die Disteln und erspart ihr somit Arbeit.

Auch beim zweiten Tag der Artenvielfalt in Trochtelfingen ist das Resümee der beteiligten Naturschutzverbände und von Veranstalter Alb-Gold positiv ausgefallen: Der Aktionstag ist ein wichtiges Mosaiksteinchen im Rahmen der Umweltbildung, der das Interesse der Gäste für diese Themen wecken soll. Denn nur was man kennt, kann man auch schützen.

(Redaktion)