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Wirtschaft | Fr, 20.05.2011 08:10

Wettbewerbsfähigkeit: Weiterbildung ist für Unternehmen wichtigstes Instrument

Die Unternehmen investieren in diesem Jahr deutlich mehr in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Das ergibt die neue Umfrage "Weiterbildung 2011", die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) vorgelegt hat.


Der Erhebung liegen mehr als 14.000 Antworten zugrunde. Sie zeigt, dass 38 Prozent der Betriebe ihr Engagement in der Weiterbildung ausbauen wollen. 2010 plante dies nur jedes vierte und im Jahr davor sogar nur jedes zwölfte Unternehmen.

60 Prozent der Befragten wollen das bisherige Niveau halten. Nach 21 und 7 Prozent in den Vorjahren wollen nur noch 2 Prozent der Betriebe weniger Weiterbildung anbieten.

DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann sieht darin vor allem eine Reaktion der Betriebe auf die gute wirtschaftliche Entwicklung und den sich abzeichnenden Fachkräftemangel: "Unternehmen engagieren sich, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Deshalb haben sie schon in der Krise versucht, ihre Mitarbeiter zu halten, deshalb wollen sie ihre Belegschaften jetzt noch stärker qualifizieren."

Es sei aber auch wichtig, betonte Driftmann, dass die Mitarbeiter ebenfalls bereit seien, sich durch Weiterbildung beruflich fit zu halten. Er unterstrich: "Hier wünschen sich die Unternehmen noch mehr Interesse und Motivation."

Weiterbildung ist laut Umfrage für die Betriebe das mit Abstand wichtigste Instrument, um trotz des Ausscheidens vieler Älterer wettbewerbsfähig zu bleiben. 59 Prozent setzen darauf, die personellen Lücken mit Hilfe von Weiterbildung schließen zu können. Jeder Dritte will mehr ausbilden. Wegen der strikten Zuwanderungsregelungen und des hohen bürokratischen Aufwands im Arbeitsgenehmigungsverfahren sehen auch nur 3 Prozent Chancen in der Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland.

Woran es aus Sicht der Betriebe häufig mangelt, sind betriebsspezifische und damit auch aus Sicht der Unternehmen lohnenswerte Weiterbildungsangebote. Hier sind die Bildungsträger gefordert, stärker auf die Bedürfnisse der Betriebe einzugehen.

(Redaktion)