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Wirtschaft | Fr, 04.04.2014 10:53

Wirtschaft in Baden-Württemberg trotzt dem Bundestrend

Die Unternehmen in Baden-Württemberg sind optimistischer als ihre Wettbewerber im Bundesdurchschnitt. Nahezu alle Branchen profitieren von der guten Binnennachfrage und schätzen ihre aktuelle Lage positiv ein. Das zeigt der Konjunkturbericht der L-Bank, Staatsbank für Baden-Württemberg, für das erste Quartal 2014.


Der Stimmungsaufschwung der Unternehmen in Baden-Württemberg hält an. Im ersten Quartal dieses Jahres kletterte der ifo-Geschäftsklimaindex für die Südwestwirtschaft Monat für Monat auf den höchsten Stand seit Juli 2011. Selbst im März erhöhte sich die Stimmung nochmals. Im Bundesdurchschnitt hingegen hatte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft leicht eingetrübt. Verschlechtert haben sich auch die Konjunkturerwartungen der Kapitalmarktexperten, die das Mannheimer ZEW befragt.

Wie kommt es zu diesem überraschenden Auseinanderdriften? Die Südwest-Unternehmen sehen ihre Geschäftslage deutlich positiver und dynamischer als zu Jahresbeginn. „Baden-Württemberg setzt sich so an der Spitze der  wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland“, fasst Christian Brand, Vorsitzender des Vorstands der L-Bank, zusammen. Am stärksten tragen die Auto- und Metallindustrie sowie der Großhandel zur positiven Stimmung bei.

Die Auto-Manager beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen für die kommenden sechs Monate so gut wie lange nicht. Den Optimismus begründet die umsatzstarke Branche mit steigenden Exportaussichten. Ebenfalls erfreulich ist die Entwicklung in der Metallindustrie. Deren Geschäftsklima erreicht dank voller Auftragsbücher und Produktionspläne einen Höchststand im Zwölfmonatsvergleich.

Antriebskraft für die Konjunktur in Baden-Württemberg ist neben einer stärkeren Nachfrage aus den Industrienationen vor allem die Binnenkonjunktur. Das GfK-Anschaffungsklima ist im ersten Quartal erneut gestiegen und liegt wieder auf Vorkrisenniveau: Baden-Württembergs Verbraucher sind so ausgabefreudig wie seit der Fußball-WM 2006 nicht mehr. Das freut nicht nur den Handel.

Konjunkturelle Sorgen bleiben mit Blick auf Russland: Das Verarbeitende Gewerbe schraubte seine Erwartungen an den Export innerhalb des ersten Quartals um fast zehn Prozentpunkte zurück. Dies strahlt auch auf die allgemeinen Geschäftserwartungen der Industrie aus, die wie im Bundestrend schlechter gesehen werden als zu Jahresbeginn.

(Redaktion)