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Wirtschaft | Do, 15.01.2009 11:10

Wirtschaftsminister Ernst Pfister legt Lehrstellenbilanz 2008 vor

„Bestes Ergebnis seit 1991 bei neuen Ausbildungsverträgen / Unternehmen sollen auch 2009 bei Ausbildung nicht nachlassen“

Wirtschaftsminister Pfister zeigt sich erfreut die Entwicklungen auf dem Lehrstellenmarkt (Foto: Staatsministerium).

Wirtschaftsminister Pfister zeigt sich erfreut die Entwicklungen auf dem Lehrstellenmarkt (Foto: Staatsministerium).


Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Baden-Württemberg ist 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent gestiegen. Dies gab Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister am Mittwoch, 14. Januar, in Stuttgart bekannt. Nach der vor kurzem veröffentlichten amtlichen Statistik des Bundesinstituts für Berufsbildung wurden 2008 – bezogen auf den Stichtag 30. September – in Baden-Württemberg insgesamt 82.132 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen.

„Ein solches Ergebnis hatten wir zuletzt 1991. Diese erfreuliche Entwicklung beweist, dass das Bündnis zur Stärkung der beruflichen Ausbildung in Baden-Württemberg Wirkung zeigt“, erklärte Ernst Pfister.

Mit einer Steigerung von 1,1 Prozent liegt Baden-Württemberg deutlich über dem Bundesdurchschnitt (hier gab es einen Rückgang um 1,5 Prozent). Bezogen auf die einzelnen Ausbildungsbereiche konnte vor allem der größte Ausbildungsbereich Industrie und Handel überproportional zulegen. Hier stieg die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent auf 49.483. Im Handwerk ging die Zahl der neuen Ausbildungsverträge um 1,7 Prozent auf 22.878 zurück. Leicht rückläufig war auch die Entwicklung bei den Freien Berufen; dort sank die Zahl um 1,4 Prozent auf 5.692.

„Erfreulich ist außerdem, dass gerade Hauptschulabgänger vom Anstieg der Lehrstellen in den letzten beiden Jahren profitiert haben“, so der Minister. Mehr als ein Drittel aller neuen Auszubildenden habe 2007 einen Ausbildungsplatz mit einem Hautschulabschluss als schulischer Vorbildung erhalten. „Rund 30.000 Jugendlichen gelang so der Übergang von der Hauptschule oder dem Berufsvorbereitungsjahr in eine berufliche Ausbildung“.

Der Wirtschaftsminister dankte allen, die zum Gelingen dieses erfreulichen Ergebnisses beigetragen haben. Vor allem seien dies die Ausbildungsbetriebe gewesen, so Pfister. Sie hätten bewiesen, dass sie sich ihrer Verantwortung im Bereich der Berufsausbildung stellen. Neben der Sicherung ihres eigenen Fachkräftenachwuchses würden sie auch die beruflichen Zukunftsperspektiven der jungen Generation nicht aus den Augen verlieren, sagte der Minister.

Auch den verschiedenen Partnern im Bereich der Berufsausbildung, insbesondere den Kammern und Verbänden der Wirtschaft und der Arbeitsverwaltung, sprach Pfister seinen Dank aus. Sie hätten sich im Rahmen des Bündnisses für Ausbildung weit über das normale Maß hinaus engagiert.

Die Entwicklung des Lehrstellenmarktes sei sehr stark von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung abhängig, stellte Pfister fest. „Ich appelliere an alle Ausbildungsbetriebe trotz der derzeitigen konjunkturellen Schwierigkeiten auch 2009 in derselben Intensität auszubilden wie im vergangenen Jahr“, so Pfister. „Angesichts des demografisch bedingten Rückgangs an Schulabgängern müssen die Betriebe an ihren Fachkräftenachwuchs von morgen denken. Dies geht am besten, wenn man selber ausbildet.“

Quelle: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg