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Wirtschaft | Do, 16.04.2009 10:42

Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg fördert Krisenberatung für kleine und mittlere Unternehmen

Wirtschaftsminister Pfister: „Mit dem Sonderprogramm Krisenberatung erhalten Unternehmen in Notsituationen schnelle und unbürokratische Hilfe“ Um kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen, die in der aktuellen Situation in wirtschaftliche Probleme geraten sind, hat das Wirtschaftsministerium ein Programm zur Förderung von Krisenberatungen aufgelegt. Dies teilte Wirtschaftsminister Ernst Pfister in Stuttgart mit.


Die Unternehmen haben durch dieses Programm die Möglichkeit, kostengünstig einen Berater mit der Durchführung eines bis zu viertägigen Unternehmens-Checks zu beauftragen. Auf diese Weise erhalten Unternehmen in Notsituationen eine schnelle und unbürokratische Hilfe, so der Wirtschaftsminister. Pfister: „Die geförderte Kurzberatung kann etwa bei Liquiditätsproblemen zur Vorbereitung von Bankgesprächen dienen oder bei Kreditanträgen schnell Hilfestellung leisten. Außerdem kann die Beratung als Basis für eine Empfehlung zur Durchführung eines Runden Tisches bei einer Kammer dienen.“

Das Förderprogramm stellt eine Ergänzung zu der so genannten Turn-Around-Beratung dar, die die Bundesregierung in Kürze über die KfW-Mittelstandsbank anbieten wird. Die KfW-Beratung ermöglicht im Falle einer Unternehmenskrise eine längerfristige kostengünstige Betreuung durch einen externen Experten. Ergebnis der vom Wirtschaftsministerium geförderten Kurzberatung kann auch eine Schwachstellenanalyse sein, die der Turn-Around-Beratung der KfW-Mittelstandsbank vorgeschaltet sein muss.

Für das Sonderprogramm Krisenberatung stellt das Wirtschaftsministerium befristet für das Jahr 2009 550.000 Euro bereit. Unternehmen erhalten dabei pro Beratungstag einen Zuschuss von 400 Euro. Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg, die weniger als 250 Beschäftigte und einen Vorjahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro oder eine Vorjahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro haben. Außerdem muss es sich um Unternehmen handeln, die mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten wie steigenden Verlusten, sinkenden Umsätzen oder wachsenden Lagerbeständen zu kämpfen haben.

Für die Durchführung der Krisenberatung wurden folgende Beratungseinrichtungen ausgewählt: RKW Baden-Württemberg, Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand (BWHM), DEHOGA Beratung und Unternehmensberatung Handel. Unternehmen, die an einer Krisenberatung interessiert sind, können sich direkt an diese Einrichtungen wenden.

Quelle: Wirtschaftsministerium