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Wirtschaft | Fr, 19.09.2008 10:40

Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg initiiert zum vierten Mal Frauenwirtschaftstage im ganzen Land

Wirtschaftsminister Pfister: „Frauen stellen nicht übersehbaren Wirtschaftsfaktor im Land dar“ / Eröffnungsveranstaltung am Mittwoch, 1. Oktober 2008 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart

Titelbild Frauenwirtschaftstage 2008


Zu zeigen, wie sich die Wirtschaftskraft von Frauen heute darstellt und welche Bedeutung Frauen in der Zukunft für das Wirtschaftsleben in Baden-Württemberg haben werden, ist Ziel der Frauenwirtschaftstage, die vom 16. bis 18. Oktober 2008 wieder im ganzen Land stattfinden. Bereits im Vorfeld haben Frauen und Männer bei einer Auftaktveranstaltung Gelegenheit, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Dr. Hans Freudenberg, Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium, eröffnet die Veranstaltung, die am Mittwoch, 1. Oktober 2008 um 18 Uhr im Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg in Stuttgart, Willi-Bleicher-Straße 19, stattfindet.

„No risk no fun“ – ökonomische und nicht ökonomische Erträge der Beschäftigung von Frauen“ ist das Thema eines Vortrags von Professorin Jutta Allmendinger. Sie ist Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität in Berlin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung. Sie war Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und leitete von 2003 bis 2007 das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit. Jutta Allmendinger gehört zum Autorenteam des Familienberichts der Bundesregierung. In ihrer Forschung gilt ihr besonderes Interesse der Verflechtung der Lebensverläufe von Frauen in der Familie, aber auch der Ungleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt.

Im Anschluss an ihren Vortrag unterhalten sich vier erfolgreiche Winzerinnen aus Baden-Württemberg mit der Weinexpertin und Weinkolumnistin Natalie Lumpp über „Winzerinnen heute – zwischen Weinköniginnenimage und Weinwirtschaft“. Im Mittelpunkt steht dabei auch das Thema weibliches Unternehmertum.

Winzermeisterin Christina Hengerer-Müller vom Weingut Drautz-Hengerer in Heilbronn bringt ihre Kompetenzen auch als Prüferin für die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft und im Rahmen von ehrenamtlichen Tätigkeiten für Organisationen des Weinbaus und der Weinwirtschaft ein. Nach dem Tod ihres Vaters hat sie das Weingut übernommen und führt es zusammen mit ihrem Mann.

Petra Konstanzer vom Weingut Konstanzer in Ihringen war zunächst Zahnarzthelferin bevor sie ihre Liebe zum Weinbau, dem Ausbau der Weine und der damit verbundenen Vermarktung entdeckte. Gemeinsam mit ihrem Mann betreibt sie das Weingut in Ihringen.

Margret Kuhnle vom Weingut Kuhnle in Weinstadt-Strümpfelbach und ihr Mann stammen beide aus Weingärtnerfamilien, in denen seit mehr als fünfhundert Jahren Wein angebaut wird. Margret Kuhnle, Christine Hengerer-Müller und Petra Konstanzer sind Mitglieder im Frauennetzwerk Vinissima e.V., das den Austausch von an Wein interessierten Frauen fördert.

Rosemarie Blankenhorn vom Weingut Blankenhorn in Schliengen ist bereits in der fünften Generation im Weinbau tätig. Rosemarie Blankenhorn leitet das Weingut und war Anfang der 70er Jahre Badische Weinkönigin, später auch Deutsche Weinprinzessin. Rosemarie Blankenhorn war vier Jahre lang erste Vorsitzende des Vinissima e.V.

Zum vierten Mal finden auf Initiative des Wirtschaftsministeriums vom 16. bis 18. Oktober die Frauenwirtschaftstage statt. In 59 Orten werden 96 Veranstaltungen angeboten. Das Spektrum der Themen reicht von Veranstaltungen zum beruflichen Wiedereinstieg und der Vereinbarung von Kind und Karriere über „Nachfolge ist weiblich – Unternehmensnachfolge durch Frauen“ bis hin zu „Mit Boxen zur Selbstkompetenz“, „PC für mutige Frauen“ und „Business Dinner für Frauen“.

„Ob als Unternehmerinnen, Fachkräfte, Wissenschaftlerinnen oder Forscherinnen – Frauen sind wichtige Triebfedern der Wirtschaft und Gesellschaft und stellen einen nicht mehr zu übersehenden Wirtschaftsfaktor in unserem Land dar“, so Ernst Pfister.

Informationen zu den Frauenwirtschaftstagen unter www.frauenwirtschaftstag.de. Dort sind auch alle regionalen Veranstaltungen aufgeführt.

Quelle: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg