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Unternehmensnachrichten | Mi, 31.03.2010 09:04

„Wissen, was drin ist“: Info-Abend in der Bäckerei Marquardt verdeutlichte 160 Besuchern die Kunst handwerklichen Backens

Zu einem außergewöhnlichen Info-Abend hatte die Bäckerei Konditorei Marquardt aus Engs-tingen auf der Schwäbischen Alb Kunden und Interessierte eingeladen – und wurde beinahe vom Andrang überwältigt: 160 Besucher strömten am Donnerstag, 25. März, in die bestuhlte Backstube und fanden zwischen Backöfen und Kühlkammer gerade eben Platz.

Bäckermeister Tronje Marquardt im Gespräch mit Gästen seines Info-Abends zum Thema „Wissen, was drin ist“. (Foto: Joachim Baier)

Bäckermeister Tronje Marquardt im Gespräch mit Gästen seines Info-Abends zum Thema „Wissen, was drin ist“. (Foto: Joachim Baier)


„Wissen, was drin ist“, hatte Bäckermeister Tronje Marquardt seinen Info-Abend überschrieben. Dabei stellte er zunächst seine eigene Back-Philosophie vor und verdeutlichte seinen Gästen die Art und Weise handwerklichen Backens: „Wir mischen alle Zutaten für jeden Teig bei uns selbst zusammen. Damit können wir unerwünschte Zusatzstoffe in unseren Backwaren ausschließen.“

Als eine von neun Bäckereien gehört die Bäckerei Marquardt zur Erzeugergemeinschaft Albkorn und verwendet ausschließlich Mehl von der Reutlinger, Münsinger und Ehinger Alb. „Wir wollen wissen, woher unsere Rohstoffe kommen“, erklärte Tronje Marquardt: „Das nächste Albkorn-Feld liegt 200 Meter von meiner Backstube entfernt.“ Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze vor Ort zu erhalten, ist dabei ein wichtiger Aspekt, Umweltschutz ein anderer: „Vom Acker bis zu mir in die Mühle und dann zum Bäcker ist das Albkorn höchstens 50 Kilometer unterwegs“, verdeutlichte Albkorn-Müller Erwin Luz von der Getreidemühle Luz aus Buttenhausen.

Daneben hatte Bäcker Marquardt auch externe Experten rund um Brot, Ernährung und regionale Erzeugung eingeladen. Brotprüfer Manfred Stiefel vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks verdeutlichte den Zuhörern, worauf es bei gutem Brot ankommt – noch am Vormittag hatte er bei der Bäckerinnung Reutlingen/Tübingen die jährliche Brotprüfung abgenommen.

Ernährungsberaterin Elisabeth Hense von der IKK zeichnete den Weg vom Getreide zum Brot durch Geschichte und Gegenwart. Und Biersommelière Gertrud Hauler verdeutlichte die Philosophie der Brauerei Berg aus Ehingen-Berg, aus konsequent regionalen Rohstoffen geschmackvolle Biersorten zu brauen – etwa das Bräumeister-Pils, das zu 100 Prozent aus Braugerste von Albkorn gebraut wird.

In den Info-Abend waren auch sämtliche Mitarbeiter und Azubis von Bäckerei und Konditorei eingebunden: An Info-Tischen beantworteten sie Fragen zu Herstellung und Zutaten der verschiedenen Brotsorten, im Verkaufsraum boten die Konditorinnen Torten und Gebäck zum Probieren. Neben Backwaren aller Art gab es für die Besucher auch Berg-Bier zu kosten.

Zahlreiche begeisterte Rückmeldungen seiner Gäste bestätigten Bäckermeister Tronje Marquardt schließlich in seinem Fazit: „Die Leute wollen wirklich ganz genau wissen, was in ihrem Brot drin ist. Das bestärkt uns in unserer Entscheidung, alles so transparent wie möglich zu machen.“ Schließlich gebe es in seiner Backstube keine Geheimnisse – „nur beste Zutaten und handwerkliches Können“.

(Redaktion)