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| Mo, 01.12.2008 12:27

Wissenschaftsminister Frankenberg verleiht in Konstanz Landeslehrpreise für die Fachhochschulen

Preisträger kommen von den Fachhochschulen Aalen, Karlsruhe, Konstanz, Pforzheim, Reutlingen, Stuttgart und Ulm

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg überreicht in Konstanz den Landeslehrpreis an Prof. Dr. Nello Gaspardo (Foto: Hochschule Reutlingen)

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg überreicht in Konstanz den Landeslehrpreis an Prof. Dr. Nello Gaspardo (Foto: Hochschule Reutlingen)


Am Freitag, 28. November, hat Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg in Konstanz die Landeslehrpreise für die Fachhochschulen vergeben. Der mit insgesamt 56.000 Euro dotierte Preis soll gute Lehre bei den Fachhochschulen sichtbar machen und honorieren. Gleichzeitig macht er die Bedeutung guter Hochschullehre für die Gesellschaft deutlich. Die Preisträger kommen von den Fachhochschulen Aalen, Karlsruhe, Konstanz, Pforzheim, Reutlingen, Stuttgart und Ulm.

„Mit dem Landeslehrpreis verbessern wir die Arbeitsmöglichkeiten der Preisträger und fördern bewusst auch den Wettbewerb um herausragende Lehrqualität. Gute Lehre weckt die Begeisterung der Studierenden und spornt sie zu Höchstleistungen an“, sagte Frankenberg. Innovative Lehre müsse in der heutigen Zeit nicht nur Fach- und Methodenwissen vermitteln, sondern auch Schlüsselqualifikationen wie Team- und Sozialkompetenz, Internationalität, Bereitschaft zu Innovation und lebenslangem Lernen.

Als besonders erfreulich bezeichnete der Minister, dass im Jahr der Mathematik mit Professor Westermann und Professorin Harms gleich zwei Mathematiker den Landeslehrpreis erhielten.

Der Landeslehrpreis für die Fachhochschulen wurde erstmals 1996 vergeben. Er wird jährlich an fünf bis sieben Preisträger verliehen und ist mit insgesamt 56.000 Euro dotiert. Das Preisgeld ist für dienstliche Zwecke nach freier Entscheidung des Preisträgers oder der Preisträgerin verwendbar. Das Vergabeverfahren sieht ein Vorschlagsrecht der Studierenden vor. Nach positiven Voten der jeweiligen Fachhochschulsenate, der Arbeitsgruppe „Leistungsanreize in der Lehre (LARS)“, sowie der Rektorenkonferenz der Fachhochschulen entscheidet das Wissenschaftsministerium über die Vergabe.

Aus den Begründungen:

Prof. Dr. Wolf-Dieter Ruf (Hochschule Aalen, Kunststofftechnik) Ruf wird für den interdisziplinären Ansatz seiner Lehrveranstaltungen ausgezeichnet. Im Bereich Fahrzeugtechnik arbeiten Studierende unterschiedlicher Studienfächer zusammen, um bei Testfahrten mit dem hochschuleigenen Testfahrzeug Messwerte und Visualisierungen zu erstellen. Diese Projekte führen oft zu Kooperationen mit Unternehmen und hochwertigen Praktikumsplätzen für die Studierenden.

Prof. Dr. Thomas Westermann (Hochschule Karlsruhe, Mathematik) Westermann erhält den Landeslehrpreis für seine anschauliche Darstellung mathematischer Sachverhalte in seinen Vorlesungen, aber auch in seinen Büchern und elektronischen Lernhilfen. Schon früh hat Westermann erkannt, welchen Beitrag Computer-Algebra-Programme zum Verständnis abstrakter mathematischer Zusammenhänge leisten können. Mit soliden Mathematikkenntnissen absolvieren die Studierenden ein Technikstudium leichter.

Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner (Hochschule Konstanz, Maschinenbau) Geehrt wird Schreiner für seinen didaktisch geschickten Einsatz neuer Medien. Er unterstützt das Selbststudium durch ein „E-Learning-Quiz“. Hinzu kommt die Idee von „Sozialkompetenz-Punkten“. Studierende müssen ECTS-Punkte durch Engagement für ihr soziales Umfeld erwerben und lernen so verantwortliches Handeln. Als Studiengangsleiter hat er in der Lehre einen kontinuierlichen Qualitätsentwicklungsprozess in seinem Fach vorangetrieben./li>

Professorenteam Prof. Dr. Günther Bergmann, Prof. Dr. Fritz Gairing, Prof. Dr. Jürgen Janovsky, Prof. Dr. Meinulf Kolb und Prof. Dr. Markus-Oliver Schwaab (Hochschule Pforzheim, Personalmanagement) Die Professoren erbringen eine hervorragende Teamleistung und sind damit ein besonderes Vorbild für alle Studiengänge und die Studierenden der Hochschule. In intensiven Prozessen vermitteln die Professoren methodische und soziale Kompetenzen und geben den Studierenden so Sicherheit. In vielfältigen Formaten des Mentoring, Coaching und der Praxiseinbindung bereiten die Professoren die Studierenden auf ihre künftige Tätigkeit vor. Gleichzeitig fördern sie die Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden.

Prof. Dr. Nello Gaspardo (Hochschule Reutlingen, International Marketing) Gaspardo verbindet in seinen Lehrveranstaltungen theoretische Inhalte mit praktischen Übungen. Er bringt Praxis- und Lebenserfahrung in seine Vorlesungen ein. Gleichzeitig schafft er eine Atmosphäre von Wertschätzung und Fairness, ohne auf Disziplin und eine konsequente Linie zu verzichten. Weiterhin koordiniert er die internationalen Hochschulkooperationen und engagiert sich für den Studierendenaustausch.

Prof. Susanne Harms (Hochschule Stuttgart, Computergestützte Geometrie) Harms erhält den Lehrpreis für den gelungenen Brückenschlag zwischen Abstraktion und Anwendung in der Mathematik. Sie nutzt konsequent moderne Visualisierungstechniken und geht auf Fragen und Probleme der Studierenden individuell ein. Sie vermittelt den Studierenden anspruchsvolle Industrietätigkeiten. Auf ihre Initiative geht die in Deutschland einmalige Vertiefungsrichtung Industrielle Geometrie zurück.

Prof. Dr. Raimund Ruderich (Hochschule Ulm, Thermodynamik und Verbrennungslehre) Ruderich weckt bei den Studierenden Begeisterung für das Fach Thermodynamik. Mit Fachkompetenz und didaktischem Geschick gewinnt er die Studierenden für sein Fach. Es gelingt ihm, die anspruchsvollen thermodynamischen Zusammenhänge verständlich zu machen. Außerdem betreut er die entsprechenden Versuche im Maschinenlabor und engagiert sich für den internationalen Austausch.

Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg