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Vermischtes | Fr, 18.01.2013 09:10

Wocheneinkauf bleibt Frauensache

Immer mehr Frauen in Deutschland sind berufstätig. Dennoch übernehmen sie nach wie vor häufiger als Männer die Haushaltseinkäufe. Dies gilt insbesondere für Familien mit Kindern. Allerdings haben die Männer sich in den vergangenen Jahren zunehmend an den wöchentlichen Einkäufen beteiligt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des RWI und der Bergischen Universität Wuppertal auf Grundlage von Daten des Deutschen Mobilitätspanels.


Die Untersuchung zeigt, dass in den vergangenen Jahren insbesondere Familienväter zunehmend mehr Zeit im Supermarkt verbrachten. Im Jahr 1996 betrug der Abstand zwischen Frauen und Männern bei der wöchentlichen Einkaufszeit noch 140 Minuten. Bis zum Jahr 2009 ist er auf unter 40 Minuten gesunken. Auch bei der Zahl der unternommenen Einkaufstrips gab es bei Familien mit Kindern eine deutliche Annäherung. Während Frauen 1996 wöchentlich durchschnittlich sechs und Männer 3,5 Einkaufstouren machten, unternahmen 2009 beide Partner rund vier. Insgesamt hat die Zeit, die Familien mit Kindern wöchentlich beim Einkaufen verbringen, zwischen 1996 und 2009 von 350 auf 310 Minuten abgenommen.

Bei kinderlosen Paaren lässt sich keine Differenz beim Einkaufsverhalten zwischen beiden Partnern belegen. Insgesamt verbringen diese Paare durchschnittlich mehr Zeit mit Haushaltsbesorgungen und gehen häufiger einkaufen als Familien mit Kindern.

Insgesamt kaufen Frauen aus Haushalten, in denen der Mann Alleinverdiener ist, länger und häufiger ein als berufstätige Frauen. Auch wenn die Berufstätigkeit das weibliche Engagement an den Wocheneinkäufen reduziert, sind die Frauen immer noch engagierter als Männer in einer vergleichbaren Situation. Sind beide Partner in Vollzeit beschäftigt, werden die Einkäufe häufiger von den Frauen erledigt.

Auch die Verfügbarkeit eines PKW beeinflusst das Einkaufsverhalten: Frauen, die uneingeschränkten Zugang zu einem Fahrzeug haben, kaufen häufiger ein. Faktoren wie die Länge des Anfahrtswegs zur Arbeitsstelle und der Bildungshintergrund beeinflussen die Aufteilung der Einkaufsaktivitäten zwischen Frauen und Männern hingegen kaum.

(Redaktion)