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Wirtschaft | Do, 20.06.2013 10:48

Zahl der Arbeitsplätze steigt im Südwesten um gut 48.000

Im ersten Quartal 2013 gab es in Baden-Württemberg insgesamt 5,81 Millionen Erwerbstätige. Das waren gut 48.000 oder 0,8 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahresquartal. hat sich damit der Stellenzuwachs im Südwesten weiter fortgesetzt. Dies teilt das Statistische Landesamt nach neuesten vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ mit.


Wegen der schwächeren konjunkturellen Impulse fiel der Erwerbstätigenzuwachs verhaltener aus als in den Quartalen zuvor. Der Arbeitsmarkt im Südwesten zeigt sich aber weiter in robuster Verfassung. Im Vergleich der Bundesländer lag Baden-Württemberg gemeinsam mit Niedersachsen auf Rang vier nach Berlin, Hamburg und Bayern. Insgesamt reichte die Spannweite der Erwerbstätigenentwicklung von −0,8 Prozent in Sachsen-Anhalt bis +2,2 Prozent in Berlin. Bundesweit nahm die Zahl der Arbeitsplätze im ersten Quartal um 0,7 Prozent zu.

Von den positiven Tendenzen auf dem baden-württembergischen Arbeitsmarkt profitierte vor allem die große Gruppe der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer. Diese stellen  rund 70 Prozent aller Erwerbstätigen im Land. Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit standen im März 2013 rund 4,12 Millionen Personen in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis. Das waren gut 67.000 Personen oder 1,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Im ersten Quartal 2013 gab es gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal in allen großen Teilen der Wirtschaft Baden-Württembergs positive Beschäftigungsentwicklungen. Allerdings verlor der Stellenzuwachs in den meisten Wirtschaftsbereichen an Schwung. Die mit Abstand größten Arbeitsplatzgewinne verbuchte erneut der Dienstleistungsbereich. Hier erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahr um fast 41.000 bzw. 1,0 Prozent auf 3,92 Millionen.

In der Zeitarbeitsbranche war jedoch ein Stellenabbau zu beobachten. Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im März 2013 im Südwesten gut 82.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte als Zeitarbeitnehmer tätig. Das waren gut 10.000 bzw. 11,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Auch in der Industrie, deren Beschäftigungsentwicklung in den letzten Jahren der Entwicklung in der Zeitarbeitsbranche zeitlich nachfolgte, waren konjunkturelle Bremsspuren zu beobachten. Im ersten Quartal 2013 es im Produzierenden Gewerbe lediglich 8.000 Arbeitsplätze mehr als ein Jahr zuvor (+0,4 Prozent). Damit hielt die seit dem vierten Quartal 2011 zu beobachtende Abschwächung des Stellenzuwachses auch im Startquartal 2013 weiter an. Insgesamt waren in den ersten drei Monaten im Produzierenden Gewerbe rund 1,81 Millionen Erwerbstätige beschäftigt, darunter 1,45 Millionen im Verarbeitenden Gewerbe.

(Redaktion)