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Wirtschaft | Di, 24.01.2012 13:43

Zahl der Erwerbstätigen im Südwesten 2011 um 1,6 Prozent gestiegen

Dank der guten konjunkturellen Entwicklung ist die Zahl der Erwerbstätigen im Südwesten im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent gestiegen. Damit lag Baden-Württemberg nach Bayern gemeinsam mit Niedersachsen auf Platz zwei im Bundesländerranking. Die Spannweite der Erwerbstätigenentwicklung der Länder reichte von +1,9 Prozent in Bayern bis −0,8 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern. Bundesweit betrug der Erwerbstätigenzuwachs 1,3 Prozent. Dies teilt das Statistische Landesamt anhand neuester vorläufiger Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ mit.


Getragen wurde diese positive Erwerbstätigenentwicklung von den sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmern, die mit Abstand die größte Gruppe unter den Erwerbstätigen darstellen. Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit standen von Januar bis Oktober 2011 in Baden-Württemberg durchschnittlich 3,98 Millionen Personen in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis, 96.000 oder 2,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im September 2011 hatte die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer im Südwesten erstmals die 4-Millionen-Marke überschritten.

Was den zahlenmäßigen Zuwachs der Arbeitsplätze angeht, hatte im Jahr 2011 das Verarbeitende Gewerbe die Nase vorn. Dort gab es in den ersten zehn Monaten durchschnittlich fast 1,25 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 22 000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. An zweiter Stelle folgte die Zeitarbeitsbranche mit durchschnittlich fast 97.000 Arbeitsplätzen, 21.000 mehr als im Vorjahr. Damit entstand gut jeder fünfte der insgesamt 96.000 zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in der Zeitarbeitsbranche. Im Gesundheits- und Sozialwesen stieg die Zahl der Beschäftigten um fast 13.000 auf 449.000, gefolgt vom Handel mit einem Zuwachs um 11.000 auf 551.000 Beschäftigte. Alleine auf diese vier Branchen entfielen fast 70 Prozent des gesamten Zuwachses an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. Einzig im Finanz- und Versicherungsgewerbe nahm die Zahl der Beschäftigten um knapp 2.000 auf 137.000 ab.

Den mit deutlichem Abstand stärksten prozentualen Zuwachs an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen verzeichnete von Januar bis Oktober 2011 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum die Zeitarbeitsbranche (+27,3 Prozent).

Spiegelbildlich zum Zuwachs an Arbeitsplätzen ging die Arbeitslosigkeit im Jahr 2011 kräftig zurück. Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren durchschnittlich rund 227.000 Menschen arbeitslos, fast 46.000 oder 16,8 Prozent weniger als im Jahr 2010. Die Arbeitslosenquote sank um 0,9 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent, so dass der Südwesten nach Bayern bundesweit die zweitniedrigste Arbeitslosenquote aufwies.

(Redaktion)