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Wirtschaft | Do, 24.01.2013 10:50

Zahl der Erwerbstätigen in Baden-Württemberg 2012 auf Rekordniveau

Das Jahr 2012 war für den baden-württembergischen Arbeitsmarkt ein Rekordjahr. Im Jahresdurchschnitt waren fast 5,81 Millionen Personen erwerbstätig, so viele wie noch nie zuvor. Der letzte Erwerbstätigenhöchststand aus dem Jahr 2011 wurde damit nochmals um 1,3 Prozent übertroffen. Dies berichtet das Statistische Landesamt nach ersten vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“.


Die mit einem Anteil von rund 70 Prozent an den Erwerbstätigen mit Abstand größte Gruppe der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten konnte 2012 einen kräftigen Zuwachs verbuchen. Ihre Zahl überschritt mit 4,07 Millionen erstmals zu einer Jahresmitte die 4-Millionen-Marke und lag 2,2 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Gleichzeitig fiel die Zahl der Arbeitslosen im Südwesten auf ein historisch niedriges Niveau. Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Jahr 2012 jahresdurchschnittlich 222.200 Menschen in Baden-Württemberg arbeitslos. Das sind  4.700 oder 2,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Arbeitslosen erreichte damit das niedrigste Niveau seit 20 Jahren.

Im Bundesländervergleich belegte Baden-Württemberg 2012 beim Erwerbstätigenzuwachs gegenüber dem Vorjahr nach Berlin, Hamburg und Bayern den vierten Platz. Die Spannweite reichte von +2,5 Prozent in Berlin bis zu −0,9 Prozent in Sachsen-Anhalt. Bundesweit stieg die Erwerbstätigenzahl um 1,0 Prozent. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote war mit 3,9 Prozent außer in Bayern (3,7 Prozent) in keinem anderen Bundesland so niedrig wie in Baden-Württemberg.

Gleichwohl schwächte sich 2012 der Erwerbstätigenzuwachs gegenüber dem Vorjahr mit der nachlassenden wirtschaftlichen Dynamik ab. Nach einem realen Wirtschaftswachstum von +4,3 Prozent im Jahr 2011 lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2012 um rund 1,25 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Erwerbstätigenzuwachs schwächte sich entsprechend von 90.700 (+1,6 Prozent) im Jahr 2011 auf 73.200 (+1,3 Prozent) im Jahr 2012 ab. Spiegelbildlich zu dieser Entwicklung verlief die Arbeitslosigkeit. Nach einem kräftigen Rückgang um 45.700 (−16,8 Prozent) im Jahr 2011 sank die Zahl der Arbeitslosen 2012 lediglich um 4.700 (−2,1 Prozent).          

(Redaktion)