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Wirtschaft | Di, 06.12.2011 14:51

Zahl der Gründungen in Baden-Württemberg sinkt weiter

Im 3. Quartal 2011 gingen bei den Gewerbeämtern in Baden-Württemberg fast 26.000 Gewerbeanmeldungen ein. Bei 79 Prozent (rund 20.500 Meldungen) handelte es sich um Neugründungen. Gegenüber dem 3. Quartal 2010 ist die Anzahl der neu gegründeten Betriebe um 4 Prozent gesunken. Damit setzt sich der Trend des 1. Halbjahres (– 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) zwar fort, der Rückgang ist jedoch nicht mehr so stark. Dies teilt das Statistische Landesamt mit.


Verantwortlich für das Minus sind die Klein- bzw. Nebenerwerbsgründungen, deren Anzahl um 5 Prozent niedriger lag als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Existenzgründungen, bei denen eine größere wirtschaftliche Substanz vermutet werden kann, hat um knapp 2 Prozent auf 4.138 zugenommen. Im 1. Halbjahr 2011 wurde hier noch ein Rückgang von fast 4 Prozent verzeichnet.

Zwischen Januar und September 2011 wurden insgesamt 62.049 Gewerbebetriebe neu gegründet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging die Zahl um mehr als 7 Prozent zurück. Die Betriebe mit wirtschaftlicher Substanz verzeichneten lediglich einen Rückgang von 2 Prozent. Dahingegen sank die Zahl der Gründungen von Nebenerwerbsbetrieben deutlich um 11 Prozent. Wesentlich für dieses Abfallen sind die Entwicklungen im Wirtschaftsbereich Energieversorgung. Alleine hier ging die Zahl der Nebenerwerbsgründungen um 71 Prozent zurück. Durch die Ankündigung der Bundesregierung, die Solar-Subventionen zu kürzen, sahen sich im Jahr 2010 viele Menschen veranlasst, die Anmeldung ihrer Photovoltaikanlage vorzuziehen. Nach Inkrafttreten der Subventionskürzungen zum 1. Juli 2010 ebbte die Zahl der Neugründungen wieder ab.

An Bedeutung verliert zunehmend die Private Company Limited by Shares. In den ersten drei Quartalen 2011 ging ihre Zahl auf 96 Neugründungen zurück – ein Minus von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Den Höchststand erreichte die Limited im Jahr 2006, als in den ersten drei Quartalen noch 620 Gründungen mit dieser Rechtsform gezählt wurden. Ebenfalls deutlich vom Rückgang betroffen ist die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (– 11 Prozent) und das Einzelunternehmen ( 8 Prozent). Absolut betrachtet hatte das Einzelunternehmen mit einem minus von  4.375 Neugründungen die mit Abstand höchsten Verluste zu verzeichnen. Die Anzahl der Betriebe, die als Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet wurden, blieb nahezu unverändert (+ 1 Prozent). Dies gilt sowohl für die klassische GmbH als auch für die Rechtsformvariante Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt).

(Redaktion)