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Wirtschaft | Do, 13.03.2014 08:45

Zahl der insolventen Unternehmen in Baden-Württemberg um sieben Prozent gesunken

Im Jahr 2013 wurden bei den Amtsgerichten in Baden-Württemberg 12.935 Insolvenzverfahren entschieden. Davon waren nahezu 16 Prozent oder 2.017 Verfahren Unternehmensinsolvenzen. Die Zahl der insolventen Unternehmen war jedoch weiterhin stark rückläufig, sie belief sich auf sieben Prozent oder 152 Verfahren. Im Jahr 2012 wurden 2.169 Verfahren gezählt. Dies teilt das Statistische Landesamt mit.


20 Prozent der insolventen Unternehmen (400 Fälle) hatten ihren wirtschaftlichen Schwerpunkt im Bereich Handel. Im Bereich Verarbeitendes Gewerbe kam es zu 276 Insolvenzanmeldungen, gefolgt vom Bereich Baugewerbe mit 261 Verfahren. Weitere 206 insolvente Unternehmen zählten zum Bereich Freiberufliche wissenschaftliche und Technische Dienstleistungen. Es folgen die Bereiche Verkehr und Lagerei, Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen und das Gastgewerbe.

Niedriger als im Vorjahr waren jedoch die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger und die Zahl der unmittelbar betroffenen Beschäftigten. Im Jahr 2013 waren 24.547 Arbeitsplätze durch die Insolvenzanmeldungen unmittelbar gefährdet. Die Verbindlichkeiten der insolventen Unternehmen summierten sich auf 2,3 Milliarden Euro. Gut 26 Prozent der insolventen Unternehmen hatten jedoch weniger als 50.000 Euro Schulden. Verbindlichkeiten in Höhe von über einer Million Euro hatten rund 15 Prozent, das waren 298 Unternehmen.

Rund 29 Prozent der Unternehmensinsolvenzverfahren wurden mangels Masse abgewiesen und entsprechend 71 Prozent eröffnet. In 81 Prozent der Insolvenzfälle beantragte der Schuldner selbst das Verfahren. Weiterhin waren bei 96 Prozent der insolventen Unternehmen die Zählungsunfähigkeit oder die Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung der Grund für die Insolvenzanmeldung. Bei 66 Verfahren wurde außerdem die Eigenverwaltung angeordnet, dies war deutlich häufiger als in den Vorjahren.

(Redaktion)