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Vermischtes | Fr, 01.06.2012 08:53

Zahl der Studierenden in Baden-Württemberg auf Allzeithoch

Im Wintersemester 2011/12 waren insgesamt 304.994 Studierende an den Hochschulen des Landes immatrikuliert. Das waren 6 Prozent oder 17.500 mehr als im vorangegangenen Wintersemester und über 49 Prozent mehr Studierende als noch vor 10 Jahren. Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger hat gegenüber dem Wintersemester 2010/2011 mit 57.466 um 8.762 auf insgesamt 66.228 (+ 15 Prozent) zugelegt. Diese Ergebnisse stellten am Donnerstag, 31. Mai, die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer sowie die Präsidentin des Statistischen Landesamts, Dr. Carmina Brenner vor.

Zahl der Studierenden an baden-württembergischen Hochschulen im Wintersemester 2011/12. (Grafik: Statistisches Landesamt)

Zahl der Studierenden an baden-württembergischen Hochschulen im Wintersemester 2011/12. (Grafik: Statistisches Landesamt)


Nach der jetzt vorliegenden endgültigen Berechnung ist damit die Duale Hochschule Baden-Württemberg mit rund 27.800 Studierenden erstmals vor der Universität Heidelberg mit 27.000 Studierenden die größte Hochschule im Land. Es folgen die Universität Tübingen mit 24.000 und die Universität Freiburg mit 22.200 Studierenden. Über die Hälfte (51 Prozent) der Studierenden war an den Universitäten des Landes eingeschrieben, ein starkes Drittel an den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (ehemals Fachhochschulen) einschließlich der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (gut 38 Prozent) und gut 7 Prozent an den Pädagogischen Hochschulen. An den Kunsthochschulen sowie an den Verwaltungsfachhochschulen studieren jeweils unter 2 Prozent aller Studierenden.

Im Vergleich zu den Studienanfängerzahlen von vor 10 Jahren kann an den Hochschulen des Landes ein Anstieg von mehr als 66 Prozent verzeichnet werden. Ohne Berücksichtigung der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, die seit 2008 Hochschulstatus hat, läge der Anstieg bei 39 Prozent.

Die baden-württembergischen Studienanfänger, also die 48.918 Personen, die ihre Hochschulreife in Baden-Württemberg erworben haben, weisen eine Steigerungsrate von fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr (40.914) auf. Das kann damit zusammen hängen, dass Schulabgänger die Konkurrenz des doppelten Abiturientenjahrgangs im Sommer 2012 meiden wollten und ohne Verzug ein Studium begannen. Der doppelte Abiturientenjahrgang in Bayern aus dem Sommer 2011 hat bewirkt, dass Studienanfänger aus unserem östlichen Nachbarland die höchste Zuwachsrate gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Mit 2011 4.904 bayerischen Studienanfängern nahmen 31 Prozent mehr bayerische Studierende als im Studienjahr 2010 (mit 3.745) ihr Studium an Hochschulen im Südwesten auf. Der doppelte Abiturientenjahrgang in Niedersachsen hat sich dagegen auf die Studienanfängerzahlen im Land weniger ausgewirkt. Nahmen 2010 noch 1.105 Niedersachsen ein Studium im Südwesten auf, waren es 2011 etwa 9 Prozent mehr (1.206).

Infolge der Aussetzung der Wehr- und Ersatzdienstpflicht ist das Durchschnittsalter der männlichen Studienanfänger um ein halbes Jahr gesunken (von 21,7 Jahren im WS 2010/11 auf 21,2 Jahre im WS 2011/12). Auch das der Studienanfängerinnen ist um mehr als zwei Monate gesunken (von 21,3 auf 21,1 Jahre).

Bei den Studienanfängern bildet der Studienbereich Wirtschaftswissenschaften mit über 14.500 Studierenden im ersten Hochschulsemester den größten Studienbereich. Dort haben sich im Studienjahr 2011 18 Prozent mehr Studienanfänger eingeschrieben als im Vorjahr. An zweiter Stelle folgt Maschinenbau/Verfahrenstechnik mit inzwischen über 8.000 Studierenden und einer Zuwachsrate von über 18 Prozent seit dem letzten Studienjahr.

Besonders hoch war der Zuwachs an Studienanfängern im Wintersemester 2011/12 bei der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Das Plus betrug 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor allem die männlichen Studienanfänger zog es an die DHBW. Im Wintersemester 2010/11 hatte die DHBW noch 4.559 Studienanfänger und 3.767 Studienanfängerinnen. Im Wintersemester 2011/12 stieg dieser Wert auf 6.365 (+ 40 Prozent) bei den Männern und 4.455 (+ 18 Prozent) bei den Frauen. Die DHBW ist deshalb seit dem Wintersemester 2011/12 die größte Hochschule des Landes. Sie hat mit 27.758 inzwischen mehr Studierende als die Universität Heidelberg (26.958), die lange Jahre den ersten Platz einnahm. Die DHBW setzt sich aus den neun ehemaligen Berufsakademien zusammen und hat seit dem Jahr 2008 Hochschulstatus.

(Redaktion)