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Wirtschaft | Di, 19.10.2010 09:59

Zehn Gewinner beim Wettbewerb des Landes Baden-Württemberg zur Förderung regionaler Clusterinitiativen

Die Jury hat entschieden: Aus 20 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen der zweiten Runde des Wettbewerbs Regionale Clusterinitiativen hat sie zehn besonders innovative Ansätze zur Etablierung oder Weiterentwicklung von Clusterinitiativen ausgewählt. Dies teilte Wirtschaftsminister Ernst Pfister in Stuttgart mit. „Die ausgezeichneten Wettbewerbsbeiträge kommen aus allen Regierungsbezirken des Landes und betreffen ein breites Spektrum an Branchen und Technologien wie Medien, Textil, Satellitenkommunikation, Luft- und Raumfahrt, Gesundheitswirtschaft, Ernährung/Lebensmittel, Biotechnologie, Life Sciences und Metallverarbeitung“, so der Minister.


Die Preisträger haben nun die Möglichkeit, einen Antrag auf Förderung aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zu stellen. Die ausgezeichneten Projekte können mit bis zu 200.000 Euro über einen Zeitraum von in der Regel zwei Jahren aus EFRE-Mitteln bezuschusst werden. Voraussetzung ist eine Eigenbeteiligung der an den Antragsinitiativen beteiligten Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren unterstützenden Organisationen. Der Eigenanteil beträgt 50 Prozent der gesamten förderfähigen Ausgaben von bis zu 400.000 Euro. Der Zuschuss dient dem Auf- oder Ausbau eines professionellen Cluster-Managements.

Entscheidungskriterien bei der Prämierung waren der innovative Charakter des Konzeptes, die Ausrichtung auf kleine und mittlere Unternehmen, der voraussichtliche Mehrwert für die Standort- und Beschäftigungsentwicklung, die Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette, die Kooperation mit wissenschaftlichen Institutionen und der regionale Konsens.

„Die zweite Runde des Wettbewerbs zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass neue Themenfelder wie Gesundheitswirtschaft, Ernährung und Life Sciences oder Geoinformation aufgegriffen wurden“, so Ernst Pfister. So soll beispielsweise in der Region Freiburg das Cluster Gesundheitswirtschaft weiterentwickelt oder in der Region Stuttgart eine stärkere Verzahnung der Biotechnologie mit der Automatisierungstechnik vorangetrieben werden. Im Textilstandort Neckar-Alb sollen die neuen Chancen der technischen Textilien durch Kooperationen vor Ort besser genutzt und ausgehend vom Standort Heidelberg die neuen Möglichkeiten der Geoinformation für die Wirtschaft aber auch die öffentliche Verwaltung besser ausgelotet werden.

Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen hob der Minister die Bedeutung einer nachhaltigen Innovationspolitik hervor. Durch die gezielte Förderung regionaler Vernetzungen von Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren unterstützenden Organisationen – regionaler Cluster – könne die Entwicklung von innovativen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen unterstützt werden. „Die Förderung von Clusterinitiativen zum Auf- und Ausbau professioneller Cluster-Managementstrukturen ist daher ein wichtiger Baustein der Wirtschafts- und Innovationspolitik des Landes Baden-Württemberg“, so Ernst Pfister.

Vier der zehn Gewinner des Clusterwettbewerbs sind aus der Region Stuttgart. Preisträger sind die Film Commission Region Stuttgart, die BioRegio Stern Management GmbH sowie die regionalen Kompetenzzentren Virtual Dimension Center (VDC) in Fellbach und Deutsches Zentrum für Satelliten-Kommunikation (DESK) in Backnang. Daneben sind folgende Projekte ausgewählt worden: Cluster Technische Textilien Neckar-Alb, Initiierung eines Luft- und Raumfahrtclusters am Bodensee, Healthcare & Economy - Region of Competence (Freiburg), Lebensmittelcluster SHA (Schwäbisch Hall), Netzwerk Geoinformation in der Metropolregion Rhein-Neckar, Hochform - Cluster der Metallverarbeitung, Dental- und Medizintechnik (Pforzheim).

(Redaktion)