Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Di, 01.03.2011 08:12

Zehnjahrestief bei Insolvenzen in der baden-württembergischen Baubranche

Die baden-württembergische Bauwirtschaft verzeichnet mit 130 insolventen Bauunternehmen für 2010 die niedrigste Insolvenzzahl seit zehn Jahren. Der Höchststand wurde 2004 erreicht, als 314 Betriebe Konkurs anmelden mussten.


Als außerordentlich stabil erwies sich im letzten Jahr die Beschäftigungslage auf dem Bau. 2010 waren im Jahresschnitt 86.180 Beschäftigte gemeldet, ein Plus um 2,6 %. Die Zahl der Arbeitslosen sank in den beiden Wintermonaten November/Dezember gegenüber den Vorjahresmonaten sogar um durchschnittlich 24 % auf rund 3.500. Dies zeigt, dass sich das Instrument des Saison-Kurzarbeitergeldes, durch das die Beschäftigungs­verhältnisse auch in der kalten Jahreszeit aufrechterhalten werden können, bewährt hat.

Wie die Landesvereinigung Bauwirtschaft außerdem mitteilt, setzten die Bauunternehmen in Baden-Württemberg bis Jahresende 2010 rund 10,3 Mrd. Euro um und damit 3,3 % weniger als im Vorjahr. Enttäuschend waren die Zahlen für den öffentlichen Bau. Durch das Wegbrechen der angekündigten zusätzlichen Konjunkturprogramme gab es hier Umsatzeinbußen von 9,8 %. Der Wirtschaftsbau sank um 6,5 %.

Die einzig positiven Signale kommen derzeit vom Wohnungsbau. Hier legten die Umsätze im letzten Jahr um 6,2 % zu, die Auftragseingänge stiegen sogar um 15,2 %. Dennoch werden die Baufertigstellungszahlen 2010 aller Voraussicht nach das zweitschlechteste Ergebnis seit Gründung des Landes Baden-Württemberg im Jahr 1952 erreichen. Immerhin lassen die erteilten Wohnbaugenehmigungen mit + 9,9 % bis Ende 2010 auf eine weiter steigende Nachfrage in den kommenden Monaten hoffen.

(Redaktion)