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Wirtschaft | Mi, 22.06.2011 08:39

ZEW-Konjunkturerwartungen deutlich schlechter

Für Deutschland sind die ZEW-Konjunkturerwartungen im Juni 2011 um 12,1 Punkte gefallen und stehen nun bei minus 9,0 Punkten. Mit diesem Wert befinden sie sich unter ihrem historischen Mittelwert von 26,3 Punkten.


Zu diesem Rückgang dürfte zum einen beigetragen haben, dass der Refinanzierungsbedarf Griechenlands den Blick der Finanzmärkte erneut auf die Schuldenkrise in einigen Ländern der Eurozone lenkt. Zum anderen sehen die Finanzmarktexperten die konjunkturelle Lage und den Ausblick für die Vereinigten Staaten nach negativen Konjunkturnachrichten in einem deutlich schlechteren Licht als noch im Vormonat.

"Die Schwierigkeiten im Euroraum und die befürchtete Konjunkturabschwächung in den USA schlagen den Finanzmarktexperten offenbar aufs Gemüt. Außerdem mehren sich nach Auffassung der Finanzmarktexperten offenbar die Anzeichen, dass sich der Höhenflug der deutschen Wirtschaft in den nächsten Monaten abschwächen könnte“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Dr. Dr. hc. mult. Wolfgang Franz.

Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland fällt im Juni etwas niedriger aus. Der entsprechende Indikator fällt von dem Rekordniveau des Vormonats um 3,9 Punkte und notiert nun bei 87,6 Punkten.

Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sind im Juni um 19,5 Punkte gegenüber dem Vormonat gefallen und liegen nun bei minus 5,9 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum verschlechtert sich um 9,8 Punkte auf 3,8 Punkte.

(Redaktion)