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Wirtschaft | Di, 12.04.2011 14:15

ZEW-Konjunkturerwartungen eher verhalten

Im April 2011 sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland um 6,5 Punkte gefallen und stehen nun bei 7,6 Punkten. Mit diesem Wert befinden sie sich unter ihrem historischen Mittelwert von 26,6 Punkten.


Im Vergleich zu den Antworten der Finanzmarktexperten, die am Ende der vorherigen Umfrageperiode im März erst nach der tragischen Erdbebenkatastrophe in Japan eingegangen sind, zeigen sich die Erwartungen stabil. Im Vergleich zum Gesamtsaldo des Vormonats März zeigt sich allerdings ein Rückgang der Konjunkturerwartungen.

Zwei Faktoren dürften zu diesem Rückgang geführt haben. Zum einen wird vor dem Hintergrund der vorherrschenden Hochkonjunktur der Spielraum für eine weitere Lageverbesserung geringer. Zum anderen betonen die Experten derzeit die Risiken für die Weltwirtschaft, die sich aufgrund der Ereignisse in Japan und im arabischen Raum ergeben, wieder stärker.

"Trotz der erfreulichen Konjunkturentwicklung ergeben sich Risiken derzeit vor allem aus den steigenden Rohstoffpreisen, die möglicherweise in Zweitrundeneffekte münden, mit der Folge eines restriktiveren Kurses der EZB," kommentiert ZEW Präsident Prof. Dr. Dr. hc. mult. Wolfgang Franz.

Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland ist im April gestiegen und befindet sich auf einem sehr hohen Stand. Der entsprechende Indikator steigt um 1,7 Punkte auf 87,1 Punkte. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sind im April um 11,3 Punkte gegenüber dem Vormonat gefallen und liegen nun bei 19,7 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum verschlechtert sich um 0,8 Punkte auf 5,6 Punkte.

(Redaktion)