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Wirtschaft | Mi, 16.12.2009 10:12

ZEW-Konjunkturerwartungen - nahezu konstant

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im Dezember marginal um 0,7 Punkte gefallen und liegen nun bei 50,4 Punkten nach 51,1 Punkten im Vormonat. Mit diesem Wert liegen sie weiterhin über ihrem historischen Mittelwert von 27,0 Punkten.


Ähnlich wie in den vergangenen beiden Monaten gehen die Konjunkturerwartungen etwas zurück, bleiben aber auf hohem Niveau. Damit gehen die Experten weiterhin von einer langsamen Erholung der Wirtschaft aus. Diese dürfte sich zum einen auf die wieder anziehenden Exporte stützen. Zum anderen zeigt die Investitionsnachfrage erste Stabilisierungstendenzen.

"Wir sind nach wie vor in einem Rezessionstal. Im nächsten Jahr werden wir eine Erholung, aber keinen Aufschwung bekommen. Treibende Kraft sind die Exporte. Wie sehr die Investitionen im kommenden Jahr zum Wachstum beitragen werden, hängt auch von der Kreditvergabe der Banken ab. Diese haben jedoch gleichzeitig die schwierige Aufgabe, ihre Bilanzen zu sanieren," kommentiert ZEW-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Franz.

Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland fällt im Dezember besser aus als im Vormonat. Der entsprechende Indikator steigt um 5,0 Punkte auf minus 60,6 Punkte. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sind im Dezember um 3,8 Punkte gegenüber dem Vormonat gesunken und liegen nun bei 48,0 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum verbessert sich um 2,5 auf minus 67,8 Punkte.

(ZEW)