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Wirtschaft | Fr, 31.08.2012 08:30

Zukünftige Führungskräfte setzen auf Mittelstand

Ein gutes Betriebsklima, ein sicherer Arbeitsplatz und ein interessantes Aufgabengebiet sind die wesentlichen Kriterien nach denen Studierende potenzielle Arbeitgeber auswählen. Das zeigt eine Studie der Fachhochschule Erfurt und der Topos Personalberatung Nürnberg. Jeder Zweite der befragten Studierenden gab zudem an, ein mittelständisches Unternehmen als späteren Arbeitgeber zu bevorzugen.


Anhand welcher Kriterien wählen Studierende ihren zukünftigen Arbeitgeber? Diese Fragestellung war Ausgangspunkt der Studie, deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden. Bundesweit wurden 400 Studentinnen und Studenten verschiedenster Fachbereiche befragt. Als wichtigste Anforderungen an den künftigen Arbeitgeber nannten Studenten und Studentinnen „Gutes Betriebsklima“, gefolgt von „Arbeitsplatzsicherheit“ und „Interessante Tätigkeiten“ auf Rang 3. Das Gehalt belegte mit Rang 6 nur einen Platz im Mittelfeld.

Für mittelständische Unternehmen zeichnet die Studie, so der wissenschaftliche Betreuer Prof. Dr. Steffen Schwarz von der Fachhochschule Erfurt, ein überaus optimistisches Bild. Jeder zweite der Befragten habe angegeben, bei der Wahl eines künftigen Arbeitgebers mittelständische Unternehmen zu bevorzugen. Besseres Arbeitsklima, flachere Hierarchien, mehr Verantwortung, Handlungsspielräume sowie größere Anerkennung geben hier den Ausschlag.

Als Nachteile wurden fehlende Aufstiegsmöglichkeiten, geringeres Gehalt und Arbeitsplatzunsicherheit genannt. „Hier haben mittelständische Betriebe aber die Chance, Überzeugungsarbeit leisten“, ist der Initiator der Studie, Carl Christian Müller von der Topos Personalberatung, überzeugt. Als großes Plus bewertet Müller die erklärte Mobilität der künftigen Absolventen. Mit 88 Prozent würde eine überwältigende Mehrheit der Studenten für ein attraktives Jobangebot auch einen Umzug in Kauf nehmen - Frauen gleichermaßen wie Männer. 37 Prozent würden ihr berufliches Glück gar im Ausland suchen.

(Redaktion)