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Wirtschaft | Mi, 08.09.2010 09:33

Zum Weltbildungstag: Frauen holen bei der beruflichen Qualifikation auf

Nach Angaben des Mikrozensus, der größten amtlichen Haushaltsbefragung in Deutschland, besteht im Hinblick auf die beruflichen Ausbildungsabschlüsse der berufstätigen Männer und Frauen in Baden-Württemberg noch immer ein deutlicher Vorsprung der Männer. Es bestehen allerdings gute Chancen, dass sich dieser Unterschied im Zeitverlauf nivellieren wird.


Denn die baden-württembergischen Frauen haben seit Beginn der 90er-Jahre spürbar aufgeholt: So hat sich der Anteil der berufstätigen Frauen ohne Berufsausbildung seit 1990 von rund 32 Prozent auf knapp 22 Prozent merklich reduziert. Der Anteil der Akademikerinnen wiederum hat sich in dieser Zeit von knapp 8 Prozent auf gut 15 Prozent nahezu verdoppelt. Dies teilte das Statistische Landesamt anlässlich des Weltbildungstages am 8. September 2010 mit.

Getragen wird diese Entwicklung vor allem von den jüngeren Frauen, die von den bildungspolitischen Bemühungen der letzten Jahrzehnte offensichtlich zu profitieren wussten: So sind in der Altersgruppe der 30- bis unter 35-Jährigen die weiblichen Erwerbstätigen ihren männlichen Altersgenossen dicht auf den Fersen: Einen akademischen Ausbildungsabschluss und eine Meister-/ Technikerausbildung haben mittlerweile nahezu ebenso viele junge Frauen wie junge Männer: So haben gut 26 Prozent der Männer und rund 25 Prozent der jungen Frauen einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Einen Meister- bzw. Technikerabschluss können 11 Prozent der jungen Männer und 10 Prozent der Frauen vorweisen. Eine Lehrausbildung haben mehr junge Frauen (knapp 55 Prozent) als Männer (rund 52 Prozent) abgeschlossen.

Der Anteil an den Berufstätigen ohne berufliche Ausbildung ist bei Männern etwas höher als bei den Frauen: Gut 11 Prozent der erwerbstätigen Männer bzw. gut 10 Prozent der Frauen im Alter von 30 bis unter 35 Jahren haben (noch) keinen Beruf erlernt.

(Redaktion)