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Wirtschaft | Di, 04.03.2014 10:20

Zunehmende Gleichberechtigung für Frauen im Berufsleben

Die Frauen in Deutschland erobern sich zunehmend eine gleichberechtigte Teilhabe am Berufsleben. Zu diesem Ergebnis kommt der "Women in Work"-Index der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Im Vergleich zur Vorjahresauswertung kann sich Deutschland im Index um eine Position auf den 8. Rang verbessern und liegt mit einem Wert von 63 Punkten über dem OECD-Durchschnitt von 58.6 Punkten.


Auf dem ersten Platz kann sich seit Beginn der Erhebung im Jahr 2000 Norwegen behaupten, gefolgt von Dänemark und Schweden. Deutschland lag 2000 noch auf dem 18. Platz (47.4) und damit unter dem Durchschnitt der OECD-Länder (50.0).

„Deutschland ist auf einem guten Weg, dass vollständige Gleichberechtigung von Frauen auch für das Berufsleben gilt. Auch ohne verbindliche Vorgaben aus der Politik hat sich Deutschland sowohl im Vergleich zu den anderen OECD-Staaten als auch absolut kontinuierlich verbessert“, sagt Petra Justenhoven, Mitglied des Vorstands von PwC Deutschland. „In Führungspositionen sind Frauen aber nach wie vor unterrepräsentiert.“ Der Anteil weiblicher Vorstände in den DAX-30 Konzernen ging 2013 von 7,8 auf 6,3 Prozent (Erhebung des DIW) zurück.

Im Durchschnitt der OECD-Länder steigt der "Women in Work"-Index erneut leicht an und erreicht aktuell 58.6 Punkte (Vorjahr 58.3). Der Index-Wert der meisten Staaten verbessert sich teilweise deutlich. Die größten Sprünge nach vorn können die Niederlande (17. auf 12. Rang) und Irland (22. auf 17. Rang) verbuchen. „In beiden Staaten fällt auf, dass sich die Entlohnung von Frauen und Männern für vergleichbare Tätigkeiten endlich annähert“, erklärt Petra Justenhoven die Entwicklung.

Bei insgesamt neun OECD-Staaten sinkt der Index-Wert im Vergleich zum Vorjahr. Die größten Verluste müssen dabei die Staaten verkraften, in denen die gesamtwirtschaftliche Lage angespannt ist: Spanien (-5.3), Griechenland (-3.5) und Portugal (-3.2). „In diesen Staaten ist die Arbeitslosigkeit unter Frauen deutlich stärker angestiegen als unter Männern. Frauen sind in wirtschaftlichen Krisen also noch immer besonders hart betroffen“, stellt Petra Justenhoven fest.

(Redaktion)