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Wirtschaft | Mi, 23.06.2010 09:32

Zuversicht für die Wirtschaft und die Sicherheit der Arbeitsplätze wächst

Schon im Vorfeld der Fußball-WM ist die Stimmung der Menschen in Deutschland gestiegen: „Mit Zuversicht“ oder „mit großer Zuversicht“ antwortete im zweiten Quartal 2010 jeder Vierte auf die Frage, wie er die Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage in Deutschland für die kommenden 12 Monate sehe. Damit liegt dieser Zuversichtswert um 9 Prozentpunkte höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nur Anfang Mai 2010 hat die Zuversicht für die Wirtschaftslage kurzfristig um 4 Prozentpunkte nachgegeben, sich im Juni 2010 jedoch bereits wieder erholt. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der monatlich durchgeführten repräsentativen Befragungen zur Allianz Zuversichtsstudie, einem Gemeinschaftsprojekt der Allianz Deutschland AG in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim.


„Sorgen um die Finanzlage Griechenlands, die Schwächung des Euros, schwankende Kapitalmärkte und nicht zuletzt das Öl im Golf von Mexiko haben die Zuversicht der Menschen in Deutschland kurz ins Wanken gebracht, doch die Stimmung hat sich rasch wieder stabilisiert“, sagt Prof. Dr. Frank Brettschneider, der die Allianz Zuversichtsstudie wissenschaftlich begleitet.

Auch beim Blick auf die Sicherheit der Arbeitsplätze weist die Zuversichtskurve nach oben: Im zweiten Quartal 2009 lag der Wert bei 6 Prozent, im zweiten Quartal 2010 bei 14 Prozent – ein Plus von 8 Prozentpunkten.

Insgesamt ist die Zuversicht für Deutschland mit 20 Prozent optimistischen Antworten stabil gegenüber dem Vorjahreszeitraum (-1 Prozentpunkt).

Am kräftigsten ist der Zuwachs – analog zur Zuversicht hinsichtlich der Wirtschaftslage Deutschlands –, wenn es um die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes geht. Die Zuversicht ist hier um 11 Prozentpunkte gestiegen, von 39 Prozent im zweiten Quartal 2009 auf 50 Prozent im selben Quartal 2010. Damit betrachtet jeder Zweite den eigenen Job als sicher.

Weiter im Aufwind liegt die Zuversicht der Menschen für ihr persönliches Leben: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist der Zuversichtswert um 5 Prozentpunkte von 51 auf 56 Prozent gestiegen. „Die positivere Wahrnehmung der Wirtschaftslage lässt auch die persönliche Zuversicht der Menschen wachsen,“ sagt Prof. Frank Brettschneider.

Die Zuversicht für günstige Entwicklungen innerhalb der Familie, für die Partnerschaft und die Kinder zeigt ebenfalls einen Aufwärtstrend gegenüber dem Vorjahresquartal – eine Steigerung um 6 Prozentpunkte auf 65 Prozent. Auch bei der Einschätzung der finanziellen Lage setzt sich die optimistische Stimmung fort (+5 Prozentpunkte):

Jeder zweite Befragte erwartet für die kommenden zwölf Monate positive Impulse für den eigenen Geldbeutel. Den bundesweiten Spitzenwert stellt mit 79 Prozent trotz einer leichten Delle gegenüber dem Vorjahr (-3 Prozentpunkte) die Zuversicht für das eigene Zuhause.

„Alles in Allem zeigen sich die Menschen in Deutschland für ihr persönliches Leben rundum zuversichtlich“, sagt Prof. Brettschneider von der Universität Hohenheim. „Zusätzlich dürfte auch die Fußball-WM die Stimmung beflügeln“, meint er.

In allen Regionen Deutschlands hat die persönliche Zuversicht gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugenommen, in Baden-Württemberg ist sie auf gutem Niveau (57%) stabil geblieben.

Bundesweit am höchsten steht der persönliche Stimmungspegel in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein (70%), wo er um 12 Prozentpunkte gestiegen ist. Platz 2 belegt NRW mit einer Zuversicht für das persönliche Leben, die gegenüber dem Sommer 2009 um 10 Prozentpunkte auf 62 Prozent angewachsen ist.

Niedriger als im persönlichen Leben fällt die Zuversicht für die zukünftige Entwicklung Deutschlands aus: Hier liegen gleichauf mit 27 Prozent NRW (+7 Prozentpunkte) und Baden-Württemberg (+2 Prozentpunkte) bundesweit an der Spitze.

(Redaktion/Uni Hohenheim)