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Wirtschaft | Mi, 28.11.2012 09:04

Zuwanderung: Mehr Akademiker kommen nach Deutschland

Untern den Zuwanderern nach Deutschland befinden sich immer mehr Akademiker. 2005 besaßen erst 30 Prozent der Neuzuwanderer einen akademischen Abschluss. Im Jahr 2010 waren es schon 44 Prozent. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).


Die Neuzuwanderer sind im Vergleich zu Migranten, die schon länger in Deutschland leben oder hier geboren wurden, im Durchschnitt besser qualifiziert. Ihnen gelingt es auch eher eine ausbildungsadäquate Beschäftigung zu finden.

Bezogen auf die generelle Erwerbsbeteiligung können vor allem die männlichen Neuzuwanderer aus den EU-Ländern durchaus mit den Einheimischen mithalten. Neu zugewanderte Frauen aus diesen Ländern sind hingegen weniger häufig erwerbstätig als deutsche Frauen ohne Migrationshintergrund. Die Neueingereisten aus Nicht-EU-Ländern gehen nochmals deutlich seltener einer Erwerbstätigkeit nach.

Die niedrigeren Erwerbsquoten der Neuzuwanderer aus Nicht-EU-Ländern deuten zum einen auf unterschiedliche formale Zugangshürden auf dem Arbeitsmarkt hin. Zum anderen dürften sie häufiger aus familiären oder humanitären Gründen nach Deutschland kommen. Seltener scheint bereits ein konkretes Arbeitsangebot vorzuliegen, schreiben die IAB-Forscher Holger Seibert und Rüdiger Wapler in der Studie.

(Redaktion)