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Wirtschaft | Di, 01.02.2011 12:40

Zwei Drittel der Beschäftigten in Baden-Württemberg haben geschäftlichen Zugang zum Internet

Die berufliche Nutzung von Computern und Internet wird für einen immer größeren Personenkreis zunehmend selbstverständlich. Hatte 2004 mit 53 Prozent nur gut die Hälfte der Beschäftigten geschäftlich mit einem Computer zu tun, so waren es 2010 bereits 66 Prozent oder zwei Drittel. Noch rasanter verbreitete sich die berufliche Zugriffsmöglichkeit auf das Internet. Hier stieg der Beschäftigtenanteil im gleichen Zeitraum von 36 Prozent bzw. gut einem Drittel schrittweise auf inzwischen 56 Prozent, also deutlich über die Hälfte der Erwerbstätigen.


Wie das Statistische Landesamt anhand der Ergebnisse der Erhebungen über die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie in Unternehmen feststellt, nahm damit der Anteil der Beschäftigten mit Internetzugang an den Computernutzern von 67 Prozent bzw. zwei Dritteln 2004 auf 84 Prozent oder mehr als vier Fünftel 2010 zu. Dies kann als Indiz dafür gewertet werden, dass die Arbeitgeber die früher doch deutlich selektivere Vergabe von Zugriffsmöglichkeiten zum Internet zunehmend lockern.

Während beim Zugang der Beschäftigten zu Computern und insbesondere zum Internet nur relativ geringe Unterschiede zwischen Unternehmen verschiedener Größe bestehen, zeigt sich insbesondere bei neueren und anspruchsvolleren Techniken und Anwendungen der Informations- und Kommunikationstechnologie ein ganz anderes Bild: Hier nehmen die größeren Unternehmen regelmäßig eine deutliche Vorreiterrolle ein, was sich im Jahr 2010 beispielhaft an sechs Indikatoren demonstrieren lässt: So setzte 2010 unter den größeren Unternehmen ab 250 Beschäftigten bereits eine breite Mehrheit von 87 Prozent der Computernutzer ein Verfahren des automatisierten Datenaustauschs mit Dritten ein, verkehrte also zumindest teilweise ohne manuellen Eingriff mit Kunden, Lieferanten oder Behörden. Zwar ist diese Form des Austauschs mit Externen auch bei den kleineren und mittleren Unternehmen von 10 bis unter 250 Beschäftigten durchaus gängig. Der Nutzungsgrad bleibt aber mit 64 Prozent deutlich hinter dem der größeren Unternehmen zurück. Noch ausgeprägter sind die Unterschiede beim automatisierten Datenaustausch zwischen verschiedenen Organisationseinheiten innerhalb des Unternehmens. Hier ist der Verbreitungsgrad bei den größeren Unternehmen mit 65 Prozent nahezu doppelt so hoch wie bei den kleinen und mittleren Unternehmen mit 34 Prozent.

Eine ERP-Software zur firmeninternen Ressourcensteuerung setzt ebenfalls 34 Prozent der Unternehmen mit 10 bis 249 Beschäftigten ein. In den größeren Unternehmen verfügen jedoch mit 81 Prozent bereits vier Fünftel über diese Art von Software. Insgesamt noch weniger verbreitet ist der elektronische Informationsaustausch zur Organisation der Wertschöpfungskette, den auch unter den Unternehmen ab 250 Beschäftigten erst eine leichte Mehrheit von 54 Prozent praktiziert. Bei den kleineren und mittleren Unternehmen nutzt dagegen lediglich eine deutliche Minderheit von 29 Prozent Informations- und Kommunikationstechnologie zu diesem speziellen Zweck. Ebenfalls als Beleg für die Vorreiterrolle der größeren Unternehmen kann der Einsatz einer CRM-Software zum Kundenmanagement dienen. Unter den größeren Unternehmen erfassen und pflegen immerhin 75 Prozent bzw. drei Viertel die Daten ihrer Kunden mit diesem Instrument, und mit 58 Prozent der Unternehmen dieser Größenordnung nutzt eine deutliche Mehrheit das System auch zur systematischen Kundenanalyse für Marketingzwecke. Bei den Unternehmen mit 10 bis 249 Beschäftigten verfügen dagegen erst 48 Prozent über eine CRM-Software, und mit 25 Prozent nutzt sie lediglich die Hälfte davon zur Analyse.

(Redaktion)